Kommunale Wärmeplanung

Die Wärmeversorgung verursacht in Deutschland noch immer die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs. Stand 2026 heizt fast jeder zweite von rund 40 Millionen Haushalten mit Gas, ein knappes Viertel mit Öl. 

Um für jeden Haushalt einen gangbaren und kosteneffizienten Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Zukunft zu ermitteln, hat der Bund alle Kommunen in Deutschland verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Sie soll für alle Haushalte das Potential der möglichen Wärmeversorgungen darstellen und Hausbesitzern eine Entscheidungsgrundlage geben, wie sie künftig die Wärmeversorgung des Gebäudes sicherstellen können.

Zentral ist die Frage, ob für das jeweilige Gebäude ein Anschluss an ein Wärmenetz erwartbar ist, oder ob eine individuelle Versorgungslösung gefunden werden muss. Dabei soll dann auch das Potential erkennbar sein, ob z.B. Grundwasser- oder Luft-Wärmepumpen die beste Lösung sein werden. 

In Gröbenzell wird gerade eine Nahwärmeversorgung für das Gebiet entlang der Wildmoosstraße geplant. Damit könnten künftig das Freizeitgelände, das Gymnasium, die Waldorfschule, mehrere Kindergärten, die Feuerwehr und das Altenheim mit Wärme aus einer Grundwasser-Großwärmepumpe versorgt werden, sofern die Untersuchungen bestätigen, dass die Grundwasserwärme genug Potential hat. Ähnliche Lösungen sind für die dicht besiedelten Gebiete an der Ammersee- und Osterseestraße denkbar. Möglicherweise wird es auch eine Fernwärmeanbindung an Geothermietiefenbohrungen geben, die in Geiselbullach bereits in Arbeit und in Puchheim geplant sind.

Die meisten Hausbesitzer werden aber künftig eine individuelle Lösung für sich finden müssen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird diese Lösung eine Luft-Wärmepumpe sein. Spätestens Mitte 2028 wird auch für Gröbenzell diese Wärmeplanung abgeschlossen sein und allen Haushalten eine Planungsgrundlage geben.

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