2045: Das Ende der Gasheizungen

Aktuell ist etwa die Hälfte aller Heizungen in Deutschland mit Gas betrieben. Das wird in überschaubarer Zeit ein Ende haben: Ab 2045 dürfen Gebäude in Deutschland nach aktuellen Plänen nicht mehr mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. Bestehende Öl- und Gasheizungen dürfen zwar weiter betrieben werden, die Versorgung mit reinem Erdgas wird jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach auslaufen, da die Gasnetze schrittweise stillgelegt werden. Viele Besitzer einer Gasheizung wissen das noch gar nicht, sollten sich aber bald Gedanken über Ihre künftige Heizung machen.

Dazu hier einige Fakten: 

  • Das Ende der fossilen Nutzung: Der Betrieb von Heizungen mit Heizöl oder rein fossilem Gas ist ab 2045 nicht mehr erlaubt. Dies bedeutet jedoch kein sofortiges, gesetzliches Betriebsverbot für alle funktionierenden Geräte.
  • Stilllegung der Gasnetze: Experten gehen davon aus, dass die Gasnetze bis 2045 wirtschaftlich nicht mehr haltbar und die Gaspreise nicht mehr wettbewerbsfähig sein werden. Gasnetz-Betreiber wie die Kommenergie in Gröbenzell schreiben den Restwert ihrer Gasnetze in diesem Zeitraum ab. Das Gasnetz wird dann voraussichtlich stillgelegt, weil einige letzte Kunden der Unterhalt viel zu teuer wäre. Das bedeutet, dass die physische Versorgung mit Erdgas enden wird.
     
  • Alternative „Grüne Gase“: Wer nach 2045 noch gasbasiert heizen möchte, muss auf zu 100 % klimaneutrale Gase (wie Bio-Methan oder klimaneutralen Wasserstoff) umsteigen. Der Haken: Diese Gase werden voraussichtlich sehr knapp und in der Anschaffung teurer sein als heute. Ob sie jemals in Netze eingespeist werden, ist sehr unsicher.
  • Heizungsgesetz-Reform: Nach der Novelle des Gebäudemodernisierungsgesetzes dürfen auch nach Mitte 2026 bzw. 2028 prinzipiell neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden. Diese müssen dann aber schrittweise mit steigenden Quoten an erneuerbaren Energien (sogenannte „Bio-Treppe“) betrieben werden, deren künftige Verfügbarkeit schwer angezweifelt wird. 
  • CO-Kosten: Fossiles Heizen wird aufgrund drastisch steigender CO₂-Preise in den kommenden Jahren schrittweise immer teurer.

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