Car-Sharing

Die Idee ist einfach und genial: warum soll ich mir ein eigenes teures Auto kaufen, mich um Reparaturen, Steuer, Versicherung etc. kümmern, wenn ich es doch gar nicht so oft brauche? Wäre es nicht sinnvoll, ein Auto nur dann zu haben, wenn man es auch nutzt, z.B. für den Großeinkauf am Wochenende? Auch wenn vieles dafür spricht, sich ein Auto mit anderen zu teilen, setzt sich diese Idee nur langsam durch. Die Realität ist eine andere: in Gröbenzell besitzen rund 20.000 Menschen rund 13.000 Autos und jeden Tag werden es mehr. Fahrzeuge sind in Wirklichkeit Stehzeuge, die nur 1 Stunde am Tag unterwegs sind, 23 Stunden stehen sie herum. Die Straßen sind nicht mehr Lebensraum für die Anwohner, sondern Ausstellungsräume für Fahrzeughersteller.

Manche Straßen sind so zugeparkt, dass man kaum noch durchkommt, Einsatzfahrzeuge von Rettungsdiensten und Feuerwehr werden behindert. Radfahrer leben gefährlich neben Autos, bei denen immer wieder unbedacht Türen aufgehen.

Die Alternative gibt es längst:
eine Reihe von Anbietern hat PKW-Flotten unterschiedlicher Größe, die man einfach per App buchen und bezahlen kann, wenn man ein Auto braucht. „Share now“ als größter Anbieter hat ein free-floating-System, bei dem man übers Handy sucht, wo das nächste Auto steht. Mit der App kann man das Auto öffnen und die Fahrt bezahlen. Andere Anbieter habe feste Stationen, an denen man ein Auto ausleihen kann und auch vorausbuchen kann: z.B. einen Kleinwagen für Besorgungen oder einen Kombi für den Wochenendausflug mit der Familie. Ein Preisbeispiel: eine Einkaufsfahrt (2x 10 Minuten Fahrtdauer und 30 Minuten Standzeit) kostet um die 10 Euro bei den gängigen Anbietern. In Gröbenzell gibt es ein Angebot der Münchener Firma „Stattauto“ mit zwei Fahrzeugen auf dem Ährenfeldparkplatz hinter der Post, nahe zum S-Bahn-Zugang. Bei Stattauto muss man sich einmalig registrieren und eine App herunterladen, über die man ein Auto reservieren kann (bei Bedarf auch einen Kleinbus oder Transporter). Mit dieser App kann man das Fahrzeug öffnen und bezahlen. Abgabe ist dann wieder auf diesem Parkplatz. Es ist also sehr einfach, ohne eigenes Auto auszukommen und trotzdem mobil zu sein. Zudem ist es in aller Regel deutlich billiger als ein eigenes Auto zu unterhalten und man spart sich den ganzen Kram mit dem Unterhalt. Also los geht´s: eigenes Auto verkaufen und anmelden:
https://www.stattauto-muenchen.de

Ähnliche Beiträge

  • Agenda21

    Landkreis Fürstenfeldbruck Der Landkreis Fürstenfeldbruck war bayernweit einer von zwei Modell-Landkreisen für die AGENDA 21 im Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen. Seit dem Jahr 1997 führt der Landkreis Fürstenfeldbruck einen lokalen AGENDA 21-Prozess durch. Neben der Vernetzung der lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen und – Gruppen gibt es ein großes Angebot an Projekten zur Bildung…

  • Amper-Rikscha

    Die Amper-Rikscha ist ein Projekt der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck. Mit einer Rikscha werden auch die Seniorenheime St. Anton und Wohnen am Gröbenbach in Gröbenzell bedient. Einmal pro Woche können die BewohnerInnen der Heime Spazierfahrten mit der Rikscha machen.Das gibt den Mitfahrenden die Möglichkeit, sich den Wind um die Nase blasen zu lassen und an Orte zu…

  • Einmach-Klub Gröbenzell

    Obst teilen, Menschen verbinden

 In vielen Gärten gibt es Zeiten, da wird es einfach zu viel: Zwetschgen, Äpfel, Quitten, Hagebutten,… mehr, als man selbst ernten oder verarbeiten kann.

  Der Einmach-Klub bringt Menschen in Gröbenzell zusammen, die ihr Obst teilen oder gemeinsam etwas daraus machen möchten – damit nichts verdirbt und alle etwas davon haben. Und…

  • Rama dama

    Alljährlich wird in Gröbenzell im März ein großes Ramadama durchgeführt. Damit soll der über den Winter angefallene Müll und Unrat entfernt werden. An 7 verschiedenen Stellen erhalten die Bürgerinnen und Bürger Handschuhe, Müllsäcke und Greifer. Dann geht es für 2 Stunden allein oder in der Gruppe in die nähere Umgebung der Station und es wird…

  • Flächenentsiegelung

    Anfang Juni 2024 wurden viele Grundstücke in Gröbenzell von Hochwasser bedroht, hunderte von Kellern wurden überschwemmt mit teilweise erheblichen Folgen, etwa beim Rewe in der Kirchenstraße. Eine der Ursachen ist die Flächenversiegelung durch nicht wasserdurch-lässige Oberflächen: Asphalt, Beton oder dichtes Pflaster. Bei langanhaltenden Niederschlägen kann Regenwasser von versiegelten Flächen nicht ins Grundwasser gelangen und führt…

  • E-Autos und Ladesäulen

    Auch wenn die Entwicklung nicht so schnell läuft wie erwartet, werden E-Autos der Standardantrieb künftiger PKW sein – und zwar weltweit. In Europa wie in den meisten Ländern der Welt gibt es ein gesetzliches Enddatum für neue Verbrenner-Autos: hier werden ab 2035 keine neuen Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge mehr zugelassen werden.E-Autos haben viele Vorteile: sie sind…